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James Develin heißt Reggie Gilliam im Kreis der Patriots‑Fullbacks willkommen

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Die Fullback‑Position gehört seit jeher zur offensiven DNA der New England Patriots. Wer einen Beweis dafür sucht, muss nicht weiter zurückblicken als auf das Jahr 2019.
In Super Bowl LIII betrat Patriots‑Hall‑of‑Famer Tom Brady das Feld bei einem 3:3‑Unentschieden mit noch 9:49 Minuten auf der Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten beide Defensivreihen das Spiel dominiert – überraschend, wenn man bedenkt, dass die Top‑Offense der Rams auf New Englands High‑Powered‑Offense mit dem "GOAT" unter Center traf. Offensive Coordinator Josh McDaniels suchte nach einem Weg, die Defense von Wade Phillips zu knacken – und griff dabei tief in seine Trickkiste.

Fullback als Schlüssel zum Titel

Die Patriots brachen das Huddle in 22 Personnel: zwei Running Backs, zwei Tight Ends und nur ein Wide Receiver. Los Angeles antwortete mit seiner Base Defense und lediglich vier Defensive Backs – in Erwartung eines Laufspielzugs. Doch McDaniels und Brady verteilten die schweren Personnel‑Spieler in eine invertierte Empty‑Formation:
Fullback James Develin und RB Rex Burkhead standen außen als Receiver, während New Englands gefährlichste Playmaker im Slot agierten – dort, wo McDaniels wusste, dass Linebacker in Coverage stehen würden.
New England rief anschließend dreimal in Folge eines seiner Signature‑Plays auf – Raumgewinne von 7, 13 und 27 Yards ebneten den Weg zum spielentscheidenden und einzigen Touchdown. Der Spielzug hieß HOSS Juke: Brady bediente Julian Edelman auf der Juke‑Route und Rob Gronkowski auf der Seam – ein perfektes Beispiel dafür, wie wertvoll ein Fullback als taktische Schachfigur sein kann.

"Wir haben Super Bowl LIII gewonnen, weil die Rams unsere 22‑Personnel mit schwerem Personal gematcht haben. Also haben wir sie einfach auseinandergezogen und sind fünf‑wide gegangen", erklärte James Develin.
"Das war Spiel Nummer 19 der Saison – und sie waren nicht komplett darauf vorbereitet, was wir im Köcher hatten. Das sagt viel über Joshs Kreativität und Spielverständnis aus."

Develins Blick auf Reggie Gilliam

Develin weiß aus eigener Erfahrung, welchen Einfluss ein Fullback haben kann – sei es durch clevere Formationen oder als Vorblocker im Laufspiel. Genau diese Vision sieht er nun auch für Reggie Gilliam, der als Free Agent zu den Patriots kam und physisches Two‑Back‑Football zurück nach Foxborough bringen soll. "Die Fullback‑Bruderschaft ist klein – wir achten aufeinander und zeigen Respekt", sagte Develin. "Ich freue mich, dass Reggie ein neues Zuhause gefunden hat. Ich bin vielleicht voreingenommen, aber die Patriots‑Offense läuft am besten, wenn ein Fullback auf dem Feld steht. Two‑Back‑Runs deklarieren dich als toughes Team – genau das will Josh sein: physisch, diszipliniert und fehlerfrei."

Gilliam bestätigte bei seiner Einführung, dass er Develin über die NFLPA gut kennt. Develin arbeitet nach seinem Karriereende als Player Manager für die Spielergewerkschaft und ist dem Football so eng verbunden geblieben. "James und ich sind gute Freunde. Er hat nur Positives über New England erzählt", sagte Gilliam. "Josh McDaniels weiß genau, wie man einen Fullback einsetzt. Ich bin gespannt, was er mit mir vorhat."

Mehr Vielseitigkeit fürs Patriots‑Playbook

Obwohl Develin selbst ein starker Lead‑Blocker war, sieht er in Gilliam noch mehr offensive Vielseitigkeit "Ich war eher eindimensional – Run‑Blocking stand bei mir im Fokus. Reggie kann alles: blocken, laufen, Pässe fangen und nach dem Catch Plays machen. Er bringt Athletik und Playmaking, und ich glaube, New England hat eine sehr gute Wahl getroffen."

In einer Liga, die oft vom Quarterback‑ und Passspiel dominiert wird, gerät der Fullback leicht in den Hintergrund. Doch wie Super Bowl LIII zeigt, bietet die Position strategische Vorteile:

  • Personnel‑Mismatches
  • bessere Blocking‑Winkel
  • Timing im Laufspiel
  • und ein klarer physischer Ansatz in der Offense

"Am Ende stehen wir zehn Yards von unserem Gegenspieler entfernt – und er muss uns aufnehmen", sagte Develin. "Der Fullback gibt dir diese Extra‑Sekunde, um alles zu lesen, und sorgt für einen robusten Charakter in der Offense."

Fullback‑Comeback in der NFL

Die Patriots sind nicht allein: Laut Pro Football Focus war Gilliam der bestbewertete Fullback der Saison, und Spieler wie Kyle Juszczyk, Patrick Ricard und Alec Ingold tragen dazu bei, dass die Position ligaweit wieder an Bedeutung gewinnt. Develin sieht darin eine natürliche Entwicklung: "Defenses wurden kleiner, schneller, vielseitiger. Offenses können jetzt bewusst dagegenhalten. Wenn du einen 260‑Pfund‑Fullback gegen einen 220‑Pfund‑Linebacker stellst – was macht die Defense dann? Je weniger Teams auf Two‑Back‑Football vorbereitet sind, desto wertvoller wird der Fullback. Football ist zyklisch – und das macht dieses Spiel so besonders."

Die Patriots verfügen über eine lange, erfolgreiche Fullback‑Tradition. James Develin sieht Reggie Gilliam bereit, diese Fackel aufzunehmen – und in Foxborough weiterzuführen.

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