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Nach dem Newton-Schock: Die wichtigsten Erkenntnisse zum Patriots-Kader 2021

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Fans verfolgen ihn gespannt, für viele Spieler hingegen ist er mit unguten Gefühlen und bangem Warten verbunden – der Tag, an dem die NFL-Teams ihre Kader auf 53 Mann reduzieren. Auch die New England Patriots mussten wieder harte Entscheidungen treffen, um ein schlagfertiges Aufgebot für die Saison 2021 zusammenzustellen. Die gute Nachricht vorweg: Jakob Johnson hat den Sprung erneut geschafft!

Mac Jones übernimmt auf Quarterback

Diese Meldung sorgte für ordentlich Wirbel: Die Patriots haben Cam Newton entlassen und damit die Ära Mac Jones in New England eingeläutet. Der heiße Konkurrenzkampf um den Stammplatz erstreckte sich über den ganzen Sommer. Newton und Jones lieferten sich in Training Camp und Preseason einen harten, aber jederzeit fairen Schlagabtausch, aus dem der Rookie als Sieger hervorgeht.

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Dass sich die Trainer nun für den unerfahrenen Neuling und gegen den wohl vielseitiger einsetzbaren Newton entschieden haben, dürfte auch an der Abgeklärtheit liegen, die er schon mit jungen Jahren hat. Furchtlos und selbstbewusst führte er die Offensive übers Feld, machte konstant Fortschritte und blieb selbst dann ruhig, wenn der Druck groß wurde. Das heißt nicht, dass er in der Regular Season fehlerfrei spielen wird, aber all diese Attribute bringen ihm den Respekt seiner Mitspieler ein. Mac Jones hat sich seinen Stammplatz erarbeitet.

Wer in der Saison 2021 sein Backup sein wird, steht unterdessen noch nicht fest: Brian Hoyer wurde wie Newton entlassen, Jarrett Stidham ist verletzt und könnte frühestens am 7. Spieltag zurückkehren. Wahrscheinlich ist, dass Routinier Hoyer schon bald wieder zum Kader gehören wird.

Das Running Game ist stark besetzt

Dass die Verantwortlichen sich am Ende für Mac Jones als Quarterback entschieden, dürfte auch daran liegen, dass er in der Offensive starke Unterstützer vorfindet, die ihm den Einstieg erleichtern. Zentrales Element des Patriots-Angriffs wird 2021 das Laufspiel sein.

Offensive Line und Running Backs werden da sein, wenn der Rookie mal einen schlechten Tag hat. Und so ein Tag wird kommen, schließlich ist und bleibt Mac Jones ein Rookie, bei dem gewisse Leistungsschwankungen nicht auszuschließen sind. Entscheidend ist dann, welche Spieler für ihren Quarterback in die Bresche springen.

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Besonders die Tiefe bei den Running Backs ist beachtlich. Damien Harris dürfte vor dem großen Durchbruch stehen. Aber wer Bill Belichick kennt, weiß inzwischen, dass der Cheftrainer bei seinen Läufern gerne rotiert. Sowohl Rhamondre Stevenson als auch J.J. Taylor bewiesen im Sommer, dass sie Schlüsselrollen spielen können. 

Wichtig fürs Passspiel wird derweil sein, dass die neu verpflichteten Tight Ends Jonnu Smith und Hunter Henry von weiteren Verletzungen verschont bleiben. Ihre Präsenz auf dem Feld ist der Schlüssel zu einer ausbalancierten Offensive, die es gegnerischen Verteidigungsreihen schwer macht, Prioritäten zu setzen. Wenn dann noch die Receiver-Gruppe um Nelson Agholor und Kendrick Bourne gut in die Saison findet, steht einem erfolgreichen Start nichts mehr im Weg.

Jakob Johnson ist drin

Keine Überraschung hier! Die deutsche Frohnatur zeigte im Camp all das, was die Trainer von ihm sehen wollten, blockte spektakulär Gegenspieler aus dem Weg und fing alle Pässe, die in seine Richtung flogen. Er machte sich mit seiner hervorragenden Einstellung unverzichtbar. Selbst als Tight End lief er auf, als dort die Spieler knapp waren.

Bill Belichick weiß, was er an seinem vielseitigen Fullback hat. Jakob Johnson hat zum zweiten Mal nach 2020 direkt zum Saisonbeginn den Sprung in den 53-Mann-Kader geschafft, geht jetzt in seine dritte Saison als New England Patriot – und wird dem Team noch viel Freude bereiten.

Stephon Gilmore fällt mindestens sechs Wochen aus

Die Causa Gilmore begleitet die Patriots schon seit Beginn der Preseason. Der Cornerback, der einen neuen Vertrag mit verbesserten Konditionen fordert, war im Training Camp zwar als Mentor für die jüngeren Spieler anwesend, verpasste aufgrund der Folgen seiner Verletzung am Oberschenkel aus der Saison 2020 aber alle Einheiten. Nun landet er auf der PUP-Liste (Physically Unable to Perform), von der er frühestens nach sechs Wochen aktiviert werden kann.

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Bis dahin muss die Defensive ohne ihren besten Spieler auskommen. Besonders die Außenverteidiger Jalen Mills, Joejuan Williams und Co. sind jetzt gefordert, solange Gilmore abwesend ist. Das heißt aber noch nicht, dass im Oktober mit dessen Rückkehr zu rechnen ist. Sollte der Veteran dann wieder fit genug sein, um in den Kader zurückzukehren, ist da ja immer noch die ungeklärte Vertragssituation.

Die breiten Jungs sind bereit

Fragezeichen in der Secondary sind etwas verschmerzbarer, wenn man weiß, wie gut die Patriots in den vorderen Verteidigungsreihen aufgestellt sind. Dont'a Hightower und Kyle Van Noy sind zurück, als wären sie nie weg gewesen und Matt Judon ist ein Upgrade für die Abteilung Quarterback-Jagd. Der Trainerstab hat die Qual der Wahl und kann auf verschiedenste Formationen zurückgreifen, um das gegnerische Offensivspiel zu stoppen, egal wie variabel dieses auch sein mag.

Der Rookie-Kicker sticht den Veteran aus

Wer hätte das gedacht? Quinn Nordin sah schon wie ein sicherer Cut-Kandidat aus, als er im zweiten Preseason-Spiel gegen die Philadelphia Eagles ein Field Goal und zwei Extrapunkte verschoss. Doch wie so oft sind es nicht die Rückschläge, die einen Spieler den Job kosten, sondern wie er darauf reagiert. Nordin verwandelte zwei von drei Field-Goal-Versuchen in der finalen Preseason-Partie und bewies auch im Training immer wieder, dass er einen sensationell starken Huf hat.

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Natürlich spielte ihm auch in die Karten, dass Veteran Nick Folk große Teile der Preseason wegen einer Verletzung verpasste, doch Nordins Reichweite, um auch bei Kicks über 50 Yards erfolgreich zu sein, war letzten Endes ein Faktor, den die Trainer nicht vernachlässigen wollten. Folk könnte als Backup im Practice Squad landen und den Rookie mit guten Leistungen weiterhin im Training herausfordern.

Der Patriots-Kader auf einen Blick:

  • Quarterback (1): Mac Jones
  • Running Back (5): Brandon Bolden, Damien Harris, Rhamondre Stevenson, J.J.Taylor, James White
  • Fullback (1): Jakob Johnson
  • Wide Receiver (6): Nelson Agholor, Jakobi Meyers, Kendrick Bourne, N'Keal Harry, Matthew Slater, Gunner Olszewski
  • Tight End (3): Jonnu Smith, Hunter Henry, Devin Asiasi
  • Center (2): David Andrews, Ted Karras
  • Guard (3): Yasir Durant, Shaq Mason, Michael Onwenu
  • Tackle (4): Trent Brown, Yodny Cajuste, Justin Herron, Isaiah Wynn
  • Defensive Line (6): Henry Anderson, Christian Barmore, Carl Davis, Davon Godchaux, Lawrence Guy, Deatrich Wise
  • Linebacker (9): Ja'whaun Bentley, Harvey Langi, Dont'a Hightower, Matthew Judon, Brandon King, Ronnie Perkins, Josh Uche, Kyle Van Noy, Chase Winovich
  • Cornerback (6): Justin Bethel, J.C. Jackson, Jonathan Jones, Jalen Mills, Shaun Wade, JoeJuan Williams
  • Safety (4): Kyle Dugger, Adrian Phillips, Devin McCourty, Cody Davis
  • Special Teams (3): Quinn Nordin, Jake Bailey, Joe Cardona

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