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Dieser Rookie ist unsere neue Allzweckwaffe

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Marcus Jones ist eigentlich Verteidiger – aber das Gillette Stadium hat er als Returner und als Receiver zum Kochen gebracht. Der Drittrundenpick von der University of Houston scheint ein ganz besonderes Gespür für die Endzone zu haben.

Hier liest du, warum seine Rookie-Saison einfach spektakulär ist.

1. Traumhaftes Startelf-Debüt für New England

Gegen die Buffalo Bills stand Marcus Jones als Cornerback zum ersten Mal in der Startelf der New England Patriots. Für Schlagzeilen sorgte er aber mit einer Angriffsaktion: Sein 48-Yard-Touchdown ist der erste Offensiv-Touchdown eines NFL-Passverteidigers seit dem 17. September 2000. Damals hatte Jets-Safety Marcus Coleman gegen die Bills einen 45-Yard-Touchdown-Pass von Quarterback Vinny Testaverde gefangen.

Gegen die Bills war es ein kurzer Pass auf die linke Seite, den Jones mit einem Stop-Speed von knapp 33 Stundenkilometern an Freund und Feind vorbei in Buffalos Endzone trug.

Bislang hatte Jones für die Patriots vor allem als Kickoff und Punt Returner für die Big Plays gesorgt. Mit durchschnittlich 14,7 Yards pro Punt Return und 25,1 Yards pro Kickoff Return ist er jeweils unter den Top 3 der Liga.

2. Mit dem ersten Offensiv-Spielzug direkt in die Endzone

Der 48-Yard-Touchdown von Jones gegen die Bills war sein allererster Spielzug für die Offensive der Patriots. Einen solchen Einstand in New England hatte zuletzt Aaron Dobson – wohlgemerkt Wide Receiver –, als er 2013 im Spiel gegen die New York Jets einen Touchdown-Pass von Tom Brady über 39 Yards fing.

Jones' Touchdown ist gleichzeitig der längste eines Patriots-Spielers bei seinem Startelfdebüt seit 1983. Damals fing Wide Receiver Stephen Starring gegen Baltimore einen 73-Yard-Touchdown-Pass von Steve Grogan.

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3. Bei seinem ersten NFL-Touchdown waren seine Eltern im Stadion

Am 11. Spieltag feierte Marcus Jones gegen die New York Jets seinen ersten NFL-Touchdown überhaupt. Knapp 26 Sekunden waren noch zu spielen, als der Rookie beim Spielstand von 3:3 einen gegnerischen Punt aus der Luft pflückte und den Ball von der eigenen 16-Yard-Linie zu einem Touchdown zurück trug. Eskalation! Game Over! Sieg Patriots!

Als Jones das Gillette Stadium mit seinem 84-Yard-Hammer zum Kochen brachte und die Patriots zum 10:3-Sieg führte, waren auch seine Eltern Marc und Viola im Stadion. Es war das erste Mal, dass sie ihren Sohn live in der NFL spielen sahen: "Ich dachte: 'Oh, das habe ich schon einmal von ihm gesehen'", sagte Marc Jones gegenüber dem Boston Globe.

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Schon während seiner Highschool- und College-Zeit hat sich Marcus Jones den Ruf als talentierter Return-Spezialist erworben. Als er in seiner letzten Saison für die Houston Cougars einen Kickoff über 100 Yards zurücktrug und so 17 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Touchdown gegen die Southern Methodist University erzielte, waren seine Eltern ebenfalls im Stadion. Es war einer von vier Touchdowns von Jones in seinem letzten Collegejahr. Trotzdem war sein erster NFL-Touchdown gegen die Jets natürlich etwas ganz besonderes:

"Es war eine echte Augenweide", so Vater Marc. "Er wurde immer unterschätzt, weil er [mit seinen 1,73 Meter] nicht so groß ist. Aber er hat diese Pitbull-Mentalität. Er arbeitet hart und er hat auch die Schnelligkeit."

Nach diesem außergewöhnlichen Return Touchdown wurde Marcus Jones als bester Special-Teams-Spieler des 11. Spieltags in der AFC ausgezeichnet.

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4. College-Rakete und Wunschspieler von Bill Belichick

Während seiner College-Karriere spielte Marcus Jones schon als Kickoff Returner, Cornerback und Receiver. Insgesamt fing er in dieser Zeit 15 Pässe für 137 Yards und einen Touchdown. Dazu sammelte er 2.956 Yards und neun Touchdowns als Returner. Als Verteidiger hatte er neun Interceptions und einen weiteren Touchdown. Jones war immer schon ein Playmaker, der mit dem Ball in der Hand jederzeit in der Lage ist zu punkten. 2021 gewann er den Paul Hornung Award als vielseitigster Spieler im College Football sowie die Auszeichnung zum besten Returner der Nation.

Bill Belichick liebt es, wenn er seine Spieler auf mehreren Positionen einsetzen kann. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob diese Liga-Neulinge oder NFL-Superstars sind. Seit er Head Coach der Patriots ist, mussten schon Mike Vrabel (eigentlich Linebacker) als Tight End, Julian Edelmann und Randy Moss (eigentlich Receiver) als Passverteidiger sowie Richard Seymour (eigentlich D-Liner) als Running Back und Fullback ran.

5. Jones auf Jones – das gab's zuletzt vor beinahe 50 Jahren

1973 fing das letzte Mal ein NFL-Profi einen Touchdown-Pass von einem gleichnamigen Spieler. Damals war es Randy Johnson von den New York Giants, der einen 25-Yard-Pass auf Teamkollege Ron Johnson warf. 49 Jahre später haben Mac Jones und Marcus Jones diesen außergewöhnlich seltenen Erfolg wiederholt. Auch wenn es für die Patriots gegen die Bills trotz dieses Kunststücks nicht zum Sieg gereicht hat, so dürfte dieser Spielzug dennoch etwas ganz Besonderes bleiben.

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