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5 junge Patriots-Spieler, denen die Zukunft gehört

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Obwohl New England zum zweiten Mal in drei Jahren die Playoffs verpasst hat, drängten sich in 2022 eine Reihe junger Patriots-Spieler ins Rampenlicht. Sie sind das Ergebnis der letzten drei NFL Drafts, in denen die Pats einige Volltreffer landen konnten.

Hier sind fünf Schlüsselspieler für die Saison 2023:

1. Running Back Rhamondre Stevenson

In seinem zweiten NFL-Jahr hat Stevenson den Durchbruch als Profi geschafft. Er verdoppelte in 2022 nicht nur seinen Output von 729 auf 1.461 Yards (Platz 15 in der NFL), er war oftmals auch der beständigste Akteur in der Offensive.

Seine besten Spiele hatte der Running Back gegen Detroit (161 Yards) und Las Vegas (172 Yards, 1 Touchdown). Gegen die Jets und die Vikings sorgte er auch als Receiver für Gefahr – mit sieben Catches für 72 Yards bzw. neun Catches für 76 Yards.

Was die Anzahl der gebrochenen Tackles anbelangt, war Stevenson ligaweit der sechstbeste Running Back der NFL. Mit seinem überragenden Talent, sein Gleichgewicht zu halten, ließ er gegnerische Verteidiger regelrecht an sich abprallen und sorgte so immer wieder für spektakuläre Läufe.

Selbst der sonst so zurückhaltende Cheftrainer Bill Belichick findet für das 24-jährige Kraftpaket (1,83 Meter und 112 Kilogramm) nur lobende Worte:

Da Damien Harris Free Agent wird und möglicherweise nicht gehalten werden kann, ist davon auszugehen, dass Stevenson in der Saison 2023 der Nummer-eins-Running-Back in New England sein wird und die beiden Rookies von 2022 Pierre Strong und Kevin Harris seine Backups. Sollte Ty Montgomery nach überstandener Verletzung zurückkehren, dürfte er Stevenson bei einigen Passspielzügen unterstützen.

2. Safety Kyle Dugger

Nachdem Dugger 2021 mit vier Interceptions und 92 Tackles so richtig durchstartete, setzte der 26-jährige Safety in dieser Saison noch einen drauf und produzierte unglaubliche drei Defensiv-Touchdowns. Zwei davon kamen nach einer Interception und ein weiterer nach einem Fumble von Lions-Quarterback Jared Goff.

Dugger

Neben seinem Gespür für den Ball und die Endzone glänzte er 2022 vor allem mit seiner körperlichen Spielweise in der Laufverteidigung: 78 Tackles hatte er insgesamt, fünf davon sorgten für Raumverlust beim Gegner.

Wie kaum ein anderes NFL-Team schätzen die Patriots Safetys mit der Qualität von Kyle Dugger, die sowohl gegen den Pass als auch gegen den Lauf verteidigen können. Und Dugger ist eindeutig der talentierteste im Kader. Gut möglich, dass seine Rolle 2023 noch umfangreicher wird und er in der Raumdeckung als Free Safety aufgestellt wird – wo er dann für noch mehr Turnover sorgen könnte.

Dugger ist übrigens einer von vier Patriots-Verteidigern, die in 2022 als AFC-Defensivspieler der Woche ausgezeichnet wurden. Die anderen drei sind Matt Judon, Josh Uche und Marcus Jones (als Special Teamer).

3. Allrounder Marcus Jones

Der Drittrundenpick von der University of Houston hat eine sensationelle Rookie-Saison gespielt und das in dreierlei Hinsicht: Defense, Offense und Special Teams. In jeder seiner drei Rollen hat Marcus Jones einen Touchdown erzielt und ist jetzt neben Hall of Famer Deion Sanders der einzige Spieler in der Super-Bowl-Ära, der innerhalb einer Saison als Receiver, Cornerback und Returner einen Touchdown über 40 oder mehr Yards erzielt hat.

Sein denkwürdigster Touchdown in 2022 war der spektakuläre Punt Return gegen die New York Jets:

Die Frage ist nur, wie man die neue Allzweckwaffe der New England Patriots in Zukunft am besten einsetzt.

Als Returner sorgte er nach Punts für 362 Yards Raumgewinn (Liga-Bestwert) und nach Kickoffs waren es sogar 645 Yards. Mit seiner Schnelligkeit könnte er in der kommenden Saison auch ein wertvoller Cornerback werden, um in dieser Rolle vor allem die wendigen gegnerischen Receiver in Schach zu halten. Außerdem könnte er in der Offensive mit seiner Explosivität gezielt bei ausgewählten Spielzügen eingesetzt werden. Als Passempfänger kam Jones 2022 mit vier Catches auf einen Schnitt von bemerkenswerten 19,5 Yards.

4. Pass Rusher Josh Uche

In seinem dritten Jahr in New England ist die Leistung von Quarterback-Jäger Josh Uche explodiert. Nach seinen insgesamt vier Sacks in den beiden vorangegangenen Jahren waren es 2022 satte 11,5 Sacks. Lediglich Matt Judon war mit 15,5 Sacks noch besser.

Uche

Obwohl er von den Patriots in der abgelaufenen Saison nur bei 38 Prozent aller Defensiv-Spielzüge auf dem Platz stand, war er ungemein effizient.

Mit seiner Schnelligkeit ist er wesentlicher Bestandteil der Defensive Line, die sich in 2023 personell kaum verändern wird. Es ist also gut möglich, dass der 24-Jährige seine Leistung aus dem vergangenen Jahr bestätigt und erneut auf über zehn Sacks kommt.

Uche1

5. D-Liner Christian Barmore

Auch wenn Defensive Lineman Christian Barmore in der Saison 2022 lediglich zehn Spiele bestritt und auf gerade einmal 2,5 Sacks kam, so könnte er im kommenden Jahr seinen NFL-Durchbruch schaffen. Dieser Berg von einem Mann (1,96 Meter, 141 Kilogramm) besitzt jedenfalls die körperlichen Voraussetzungen, um in der Mitte der D-Line für Gefahr zu sorgen und den von Matthew Judon und Josh Uche angeführten Pass Rush auf ein neues Niveau zu heben.

Barmore

Ein beängstigender Gedanke, wenn man berücksichtigt, dass die Patriots 2022 zum ersten Mal unter Bill Belichick die Marke von 50 Sacks überschritten haben.

Barmores Präsenz ist der Schlüssel, um auch gegen die besten Quarterbacks der Liga defensiv erfolgreich zu sein. Mit seiner Größe kann er die Sicht des gegnerischen Spielmachers beeinträchtigen und mit seiner schieren Masse potenzielle Fluchtwege durch die Mitte abschneiden, wenn der Pass Rush über die Außen kommt.

Seine besten Spiele hatte Barmore in 2022 gegen die Dolphins und die Bills an den letzten zwei Spieltagen der Regular Season, als er insgesamt sieben Mal Druck auf den Quarterback ausüben konnte und von den Football-Analytikern bei Pro Football Focus die besten Pass-Rush-Noten seiner Karriere bekam.

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