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Patriots Replay Thu Jun 04 | 12:00 AM - 11:55 AM

Für die Hater: Warum so viele die Patriots nicht mögen

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Die New England Patriots sind das erfolgreichste Team der NFL-Geschichte und vor allem hier in Deutschland auch die beliebteste Franchise der Liga. Doch nicht jeder mag die Pats. Ganz im Gegenteil. So beliebt Tom Brady und Co. auch sind – sie sind mindestens genauso unbeliebt. Hier kommen 5 (vermeintlich gute) Gründe, die Patriots nicht zu mögen.

Medien-Lieblinge

"Immer laufen nur die Patriots im Fernsehen!", schimpfen viele Football-Fans in den sozialen Medien. Und da ist was dran. Die New England Patriots werden häufiger im TV gezeigt als manch andere Teams. Auch in den USA ist das übrigens so – dort ist das Team öfter zur Prime Time zu sehen als zum Beispiel die Bengals. Woran das liegt? Man kann es sich vielleicht schon denken: Die Patriots spielen seit Jahrzehnten konstant guten Football und sind dabei äußerst erfolgreich. Das führt dazu, dass sie viele Fans haben. Und viele Fans bedeutet im Umkehrschluss bessere Einschaltquoten. Davon kann man als Anhänger eines anderen Teams durchaus schon mal genervt sein.

"Bandwagon-Fans"

Beim Thema Fan-Sein hat man es als Patriots-Anhänger aber nicht immer leicht. Vorwürfe, man sei ja nur "Bandwagon-Fan" oder "Erfolgsfan" mussten sich wohl schon viele Pats-Fans anhören – egal, ob sie das Team nun seit dem letzten Super Bowl oder schon seit 1980 unterstützen. Natürlich gibt es extrem viele "echte" und "wahre" Patriots-Fans, die sich ihre Team nicht nur wegen des Erfolgs ausgesucht haben. Ein Team, das in den letzten Jahren sportlich so dominiert, zieht aber natürlich auch diejenigen an, die sich nur wenig oder erst seit Kurzem für den Sport im Allgemeinen interessieren und einfach dem Gewinner die Daumen drücken.

Die Patriots haben extrem viele Fans auf der ganzen Welt.
Die Patriots haben extrem viele Fans auf der ganzen Welt.

Bill Belichick

An unserem Head Coach scheiden sich die Geister. "Bill Belichick ist ein alter, mürrischer Mann, der nie lacht und alles für den Erfolg tut", sagen die Hater. Belichick gilt als harter Trainer, der nur wenig durchgehen lässt. Er ist auch nicht übertrieben locker oder scherzt viel mit seinen Spielern herum. Muss er aber auch nicht. Danny Amendola hat unseren Bill mal mit einem Schuldirektor verglichen – "im Guten wie im Schlechten".

Bill Belichick ist der erfolgreichste Head Coach der NFL-Geschichte.
Bill Belichick ist der erfolgreichste Head Coach der NFL-Geschichte.

Und doch ist Bill Belichick der erfolgreichste und letztlich beste Trainer der NFL-Geschichte, den wohl jeder Fan gern als Head Coach seines Lieblingsteams hätte. Er ist ein Mastermind, ein absoluter Football-Nerd, einer, der immer gewinnen will. Belichick ist ein ganz spezieller Charakter (mit einem ganz speziellen Look) und wer genau hinguckt, erkennt auch, dass Bill immer respektvoll über Gegner spricht und durchaus einen Sinn für Humor hat, wenn auch einen sehr trockenen.

Tom Brady

Ähnlich wie bei unserem Coach sieht es auch bei unserem Quarterback aus. Tom Brady hat sechsmal den Super Bowl gewonnen und unendlich viele NFL-Rekorde in der Tasche. Er ist seit Jahren mit einem der größten Topmodels der Welt verheiratet, hat drei Kinder und eine Menge Kohle – den Typen kann man ja gar nicht mögen! Das ist einfach ein viel zu perfektes Leben.

Außerdem ist er natürlich ein total schlechter Verlierer, beschwert sich ständig bei den Schiris und kriegt immer eine Sonderbehandlung! Ironie off: Verlieren tut Tom wirklich nicht gern, da ist wohl was dran. Das geht aber auch anderen Kollegen so. Und ja: Auch Tom Brady ist nur ein Mensch. Ob er wirklich bevorzugt wird, das darf bezweifelt werden. Man denke da nur an seine Sperre 2016 durch Roger Goodell.

Was Brady-Hater zusätzlich auf die Palme bringt (als wäre er nicht schon cool genug): Tom kann auch noch über sich selbst lachen! Das beweist er immer wieder auf Social Media oder in Interviews. Dass er nicht sonderlich schnell laufen, fangen oder gut blocken kann? Auch wenn ihn seine Fehler sicher ärgern, beweist er immer wieder Humor.

Wie Salz in die Wunde eines jeden Pats-Haters: Tom Brady versteht die Abneigung gegen ihn und sein Team auch noch. "Die meisten Amerikaner mögen die Patriots nicht. Sie mögen mich nicht - und das kann ich verstehen. Ich war auch mal 49ers-Fan", erzählte er in einem Interview. Und: Er hatet nicht zurück. Warum sollte er auch? "Was machen wir mit den Hatern? Wir lieben sie. Wir geben Liebe zurück. Wir hassen nicht zurück", erklärte er einem jungen Fan im Vorfeld des vergangenen Super Bowls. Bei so viel Verständnis und Selbstbewusstsein könnte man als Brady-Hater doch glatt ausrasten!

Die pure Dominanz

Am Ende ist es vor allem eins, was die Leute an den Patriots so nervt: der Erfolg. Kein Team hat in den letzten zwei Jahrzehnten so die NFL dominiert wie die New England Patriots. Und Erfolg bringt neben all dem Positiven eben auch immer Negatives mit sich. Es ist aber auch fast unerträglich: 10 Jahre in Folge haben die Patriots ihre Division gewonnen, lassen ihren Rivalen aus Buffalo, New York oder Miami kaum eine Chance. Gegen fast jedes Team haben die Pats unter Belichick und Brady eine positive Bilanz, jedes verdammte Jahr sind sie in den Playoffs und in den letzten drei Jahren haben sie es auch immer in den Super Bowl geschafft – super nervig!

Bill Belichick und Tom Brady strahlen mit ihren Lombardi-Trophäen um die Wette.
Bill Belichick und Tom Brady strahlen mit ihren Lombardi-Trophäen um die Wette.

Spaß beiseite: Dass man als Fan eines anderen Teams nicht sonderlich gut auf die New England Patriots zu sprechen ist, ist doch eigentlich nur verständlich. Unser Defensive End Michael Bennett hat es nach seinem Wechsel nach New England eigentlich ganz schön zusammengefasst: "Früher habe ich die Patriots gehasst. Ich habe sie gehasst, weil sie so viel gewonnen haben. Ich habe sie gehasst, weil Tom Bradys Haare zu lang waren. Ich habe sie gehasst, weil Bill Belichick seine Pullis getragen hat. Jetzt wo ich hier bin, liebe ich es. Ich liebe Tom Bradys Haare. Ich liebe es, ein Patriot zu sein, weil es hier nur ums Gewinnen geht. In dieser Organisation kommt immer das Team an erster Stelle. Es geht darum, das zu tun, was wir tun müssen – und zwar als Gruppe. Ich liebe das."

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